Smoobu How-to

Kurtaxe mit Smoobu: von der Zusatzoption zur Automatik

Kurtaxe mit Smoobu abrechnen: was die Zusatzoption in Smoobu leistet, wo Handarbeit bleibt und wie aus jeder Buchung automatisch der richtige Betrag entsteht.

bnbills·

Für Buchungen über deine eigene Website kann Smoobu die Kurtaxe von Haus aus mitberechnen. Du richtest sie im Buchungssystem als Zusatzoption ein, als festen Betrag oder Prozentsatz, und stellst ein, ob sie pro Person, pro Nacht oder pro Person und Nacht gilt. Machst du die Option zum Pflichtfeld, landet die Kurtaxe bei jeder Direktbuchung automatisch im Preis. Erstellst du die Rechnung in Smoobu, steht sie mit drauf. An ihre Grenzen kommt die Zusatzoption, sobald deine Gemeinde Kinder befreit, Saisonsätze kennt oder du die Zahlen für die Meldung brauchst. Hier liest du, wie weit du mit Smoobu allein kommst und wie du Berechnung, Ausweis und Dokumentation mit einer Anbindung automatisierst.

Worum es bei der Kurtaxe geht

Die Kurtaxe heißt je nach Region auch Kurbeitrag, Ortstaxe oder Gästebeitrag. Sie ist eine Abgabe der Gemeinde, und die legt in ihrer Satzung fest, wie hoch sie ist, wann sie anfällt und wer befreit ist. Meist ist es ein Betrag pro Person und Nacht, für Kinder gibt es oft Ausnahmen. Einen bundesweit einheitlichen Satz gibt es nicht. In der Regel schuldet der Gast die Kurtaxe, du ziehst sie bei der Buchung ein und gibst sie an die Gemeinde weiter. Welche Rolle du genau hast, steht in deiner Satzung.

Wie du die Kurtaxe steuerlich behandelst und in SKR03/SKR04 buchst, erklärt der Beitrag Kurtaxe, Citytax und Beherbergungssteuer richtig abrechnen. Wie eine automatische Abrechnung unabhängig vom PMS funktioniert, steht in Kurtaxe automatisch abrechnen. In diesem Beitrag geht es um Smoobu.

Was Smoobu bei der Kurtaxe kann

Die Kurtaxe richtest du in Smoobu unter Kernfunktionen > Buchungssystem ein, im Tab Unterkunftseinstellungen bei den Zusatzoptionen. Du gibst einen festen Betrag oder einen Prozentsatz ein und wählst bei der Basisberechnung, worauf er sich bezieht: pro Buchung, pro Person, pro Nacht oder pro Person und Nacht. Setzt du die Option auf Pflichtfeld, rechnet Smoobu die Kurtaxe bei jeder Direktbuchung über deine Website automatisch dazu. Ist sie nur optional, muss der Gast sie selbst auswählen. Erstellst du die Rechnung in Smoobu, steht der Betrag mit drauf.

Bei Buchungen über Airbnb oder Booking.com läuft die Kurtaxe anders. Für sie kannst du in Smoobu keine Kurtaxe einstellen, die Portale regeln Abgaben über ihre eigenen Einstellungen. Je nach Ort zieht das Portal die Kurtaxe ein und führt sie selbst ab, zahlt sie dir mit der Auszahlung aus oder überlässt dir das Kassieren ganz. Schau also für jeden Kanal nach, wer die Kurtaxe einsammelt und wer sie an die Gemeinde weitergibt.

Die zweite Grenze ist deine Satzung. Die Zusatzoption rechnet stur mit dem einen Wert, den du eingibst. Pro Person zählt sie auch Kinder mit, Befreiungen oder unterschiedliche Sätze je Saison kennt sie nicht, und Daten für die Gemeindemeldung liefert sie dir auch nicht.

Wo die Handarbeit beginnt

Hat deine Gemeinde einen einheitlichen Satz ohne Ausnahmen, kommst du bei Direktbuchungen mit der Zusatzoption gut zurecht. Sobald Kinder befreit sind, der Satz je nach Saison wechselt oder es eine Obergrenze für Nächte gibt, musst du nachrechnen. Dann prüfst du jede Buchung selbst und korrigierst den Betrag von Hand.

Auch in der Buchhaltung braucht die Kurtaxe eine eigene Zeile. Nennt deine Satzung den Gast als Schuldner und ziehst du die Abgabe nur im Namen und für Rechnung der Gemeinde ein, ist sie in der Regel ein durchlaufender Posten. Dann zählt sie umsatzsteuerlich nicht zu deinem Entgelt, und du schlägst keine Umsatzsteuer auf. Deshalb trennst du sie auf der Rechnung von der Übernachtung. Zum Meldetermin willst du außerdem belegen können, wie viel Kurtaxe du eingenommen hast.

Mit jeder weiteren Wohnung und jeder weiteren Gemeinde wächst dieser Aufwand. Ein Rechenfehler fällt dann spätestens bei der Meldung auf.

Kurtaxe aus jeder Smoobu-Buchung automatisch abrechnen

Einfacher wird es, wenn die Kurtaxe direkt aus der Buchung entsteht. Dafür verbindest du bnbills mit deinem Smoobu-Account. bnbills holt die Buchungen aus Smoobu, erstellt daraus automatisch die fertige Rechnung in deinem Buchhaltungstool (aktuell Lexware Office) und rechnet die Kurtaxe gleich mit. So läuft das ab:

  1. Eine Buchung kommt in Smoobu an, egal ob über Airbnb, Booking.com oder deine Website.
  2. bnbills liest die Buchungsdaten aus, also etwa Zeitraum, Personenzahl und Nächte. Braucht deine Satzung mehr, zum Beispiel das Alter der Gäste, kommen diese Angaben dazu, etwa über den digitalen Check-in.
  3. bnbills ermittelt den Kurtaxe-Betrag. Entweder rechnet bnbills mit den Regeln deiner Gemeinde, die du einmal pro Objekt hinterlegst. Oder es übernimmt den Betrag, der bei manchen PMS wie Guesty schon hinterlegt ist, und schreibt ihn mit auf die Aufenthaltsrechnung.
  4. Die Rechnung liegt fertig in Lexware Office, die Kurtaxe steht darauf als eigene Position. Ist die Kurtaxe nicht im Buchungspreis enthalten, kann bnbills sie auch separat beim Gast einziehen, mit einer eigenen Rechnung in der Buchhaltung.

Ändert deine Gemeinde den Satz, passt du die hinterlegten Regeln einmal an. Ab wann der neue Satz gilt, steht in der Satzung. Meist zählt dabei das Datum des Aufenthalts, auch wenn die Buchung schon früher eingegangen ist. Die Rechnungen liegen GoBD-konform in deiner Buchhaltung, und die Kurtaxe ist für jede Buchung einzeln festgehalten. Die Einrichtung zeigt dir Schritt für Schritt der Beitrag Smoobu mit Lexware Office verbinden.

Arbeitest du mit Guesty statt Smoobu, läuft die Kurtaxe mit bnbills genauso mit. Wie die Anbindung an Guesty aussieht, zeigt der Beitrag Guesty und bnbills.

Die Meldung an die Gemeinde machst du weiterhin selbst, denn jede Kommune hat dafür ihr eigenes Verfahren, vom Online-Portal bis zum Formular. bnbills stellt dir die Kurtaxe-Daten dafür als Export bereit, damit du sie nicht aus einzelnen Rechnungen zusammensuchen musst. Verlangt deine Gemeinde auch Gästemeldungen, erklärt der Beitrag zum digitalen Meldeschein für die Ferienwohnung die Rechtslage. Wie du die nötigen Gästedaten digital einsammelst, steht in Online-Check-in mit Smoobu.

Für Co-Hosts und Agenturen: mehrere Wohnungen, mehrere Gemeinden

Betreust du Wohnungen für mehrere Eigentümer, sparst du dir die Rechnerei je Buchung, und die Abrechnung bleibt je Eigentümer getrennt. Mit einem bnbills-Account verbindest du mehrere Smoobu- und Buchhaltungsaccounts. Jedes Apartment bekommt seine eigenen Kurtaxe-Regeln, und du legst pro Apartment fest, in welche Buchhaltung die Rechnungen laufen. Einen eigenen Account pro Objekt brauchst du dafür nicht.

bnbills kostet 10 € pro Apartment und Monat. Der Preis ist flach und ohne Mengenstaffel, du kannst monatlich kündigen und hast 30 Tage Geld-zurück. Die Kurtaxe-Funktion ist aktuell ohne Aufpreis dabei. Sag uns einfach Bescheid, wenn du sie nutzen willst. Was Smoobu und bnbills zusammen sonst noch abdecken, findest du im Überblick bnbills und Smoobu.

Häufige Fragen zur Kurtaxe mit Smoobu

Kann Smoobu die Kurtaxe automatisch berechnen?

Teilweise, und nur für Buchungen über deine eigene Website. Dort richtest du die Kurtaxe als Zusatzoption ein, mit festem Betrag oder Prozentsatz, pro Buchung, Person, Nacht oder Person und Nacht. Damit sie bei jeder Direktbuchung automatisch dazukommt, setzt du die Option auf Pflichtfeld. Befreiungen und Staffeln aus deiner Satzung berücksichtigt sie nicht, die rechnest du selbst. Soll die Kurtaxe nach den Regeln deiner Gemeinde berechnet werden, verbindest du ein Tool wie bnbills mit Smoobu. Das gilt genauso, wenn die Abgabe bei dir Ortstaxe oder Gästebeitrag heißt.

Meldet Smoobu oder bnbills die Kurtaxe an die Gemeinde?

Nein. Die Meldung reichst du selbst bei deiner Gemeinde ein, auch wenn du bnbills nutzt. Die Zusatzoption in Smoobu meldet nichts an die Gemeinde. bnbills hält für jede Buchung die Kurtaxe fest und stellt dir die Daten als Export bereit, mit dem du die Meldung im Verfahren deiner Gemeinde machst.

Wie kommt die Kurtaxe auf die Rechnung?

Als eigene Position neben der Übernachtung. Nennt deine Satzung den Gast als Schuldner und ziehst du die Kurtaxe im Namen und für Rechnung der Gemeinde ein, ist sie in der Regel ein durchlaufender Posten ohne eigene Umsatzsteuer. Wie du sie in SKR03 oder SKR04 buchst, erklärt der Kurtaxe-Steuerbeitrag.

Was ist mit Buchungen über Airbnb oder Booking.com?

Die Portale regeln Abgaben über eigene Einstellungen. Je nach Ort zieht das Portal die Kurtaxe ein und führt sie selbst ab, oder es zahlt sie dir aus und du gibst sie an die Gemeinde weiter. bnbills liest auch diese Buchungen aus Smoobu aus und kann die Kurtaxe auf der Rechnung ausweisen. Kläre aber für jeden Kanal, wer kassiert, damit der Gast nicht doppelt zahlt.

Funktioniert das auch mit mehreren Wohnungen und Eigentümern?

Ja. In einem bnbills-Account bekommt jedes Apartment eigene Kurtaxe-Regeln, und du legst je Apartment fest, in welche Buchhaltung die Rechnungen laufen. Das passt gut für Co-Hosts und Agenturen mit Wohnungen in verschiedenen Gemeinden.

Die Kurtaxe einmal einrichten und mitlaufen lassen

Mit der Zusatzoption in Smoobu steckt die Kurtaxe bei Direktbuchungen im Preis. Damit sie auch nach den Regeln deiner Gemeinde berechnet, sauber auf der Rechnung ausgewiesen und für jede Buchung festgehalten wird, kommt bnbills dazu. Einmal eingerichtet, läuft die Kurtaxe bei jeder Smoobu-Buchung mit. Wenn du sehen willst, wie das mit deinen Wohnungen aussieht, buch dir eine kurze Demo oder schau dich auf bnbills.de um.

Dieser Beitrag gibt den Stand von September 2026 wieder und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Kläre deine individuelle Situation mit deinem Steuerberater und deiner Gemeinde.